Einarbeitungsplan für neue Mitarbeiter
Ein Einarbeitungsplan macht aus dem Onboarding-Prozess im Handwerk eine feste Reihenfolge und entscheidet damit mit, ob ein neuer Mitarbeiter bleibt. Wer am ersten Tag niemanden findet, der auf ihn wartet, fragt sich schnell, ob der Wechsel richtig war.
Der Plan muss nicht dick sein. Er muss nur festlegen, wer sich wann um den Neuen kümmert.

Inhalt
Der Einarbeitungsplan vom ersten Tag bis zum Ende der Probezeit
Der Einarbeitungsplan reicht vom ersten Tag bis zum Ende der Probezeit, denn so lange entscheidet der Neue, ob er bleibt. Die Probezeit darf nach § 622 Abs. 3 BGB höchstens sechs Monate dauern, und in dieser Zeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, von beiden Seiten.
Vor dem ersten Tag
Arbeitskleidung, Werkzeug, Schlüssel und Zugänge liegen bereit. Das Team weiß, wer kommt, und der Pate ist bestimmt.
Der erste Tag
Der Chef begrüßt persönlich, der Pate zeigt Betrieb, Fahrzeuge und Abläufe. Am Abend kurz fragen: Wie war es?
Die erste Woche
Mitlaufen beim Paten, erste eigene Aufgaben mit Rückfrage. Täglich ein paar Minuten für Fragen.
Der erste Monat
Eigene Aufträge, der Pate bleibt Ansprechpartner. Am Ende ein Gespräch: Was läuft gut, was fehlt noch?
Bis zum Ende der Probezeit
Regelmäßige kurze Gespräche und vor dem Ende eine klare Rückmeldung, wie es weitergeht.
Wer vorher zum Probearbeiten im Betrieb war, kennt Werkstatt und Kollegen schon. Der Kollege, der ihn am Probetag mitgenommen hat, kann dann gleich sein Pate werden.

Vorlage für den Einarbeitungsplan
Eine Vorlage für den Einarbeitungsplan passt auf eine Seite und hängt am besten sichtbar in der Werkstatt. Die Punkte lassen sich für jeden Beruf anpassen.
Name: [Name] Beruf: [Beruf] Erster Tag: [Datum]
Pate: [Name des Kollegen]
Vor dem ersten Tag
Erster Tag
Erste Woche
Erster Monat
Ende der Probezeit
Fehler bei der Einarbeitung, die neue Mitarbeiter vertreiben
Fehler bei der Einarbeitung vertreiben neue Mitarbeiter oft schon in den ersten Wochen, und meist sind es dieselben.
Keiner hat Zeit
Der Neue steht am ersten Tag in der Halle, und alle sind auf Baustellen. Das Signal ist deutlich.
Sofort allein raus
Wer am zweiten Tag allein zum Kunden fährt, macht Fehler, die ihm keiner erklärt hat.
Nur Hilfsarbeiten
Ein Geselle, der wochenlang nur aufräumt, fühlt sich nicht gebraucht, sondern geparkt.
Kein Gespräch
Wer nie gefragt wird, wie es läuft, sagt es irgendwann dem nächsten Betrieb.
Ein weiterer Fehler beginnt schon in der Stellenanzeige, wenn der Alltag danach nicht zu dem passt, was dort versprochen wurde. Wer mit Fahrzeug, fester Arbeitszeit oder einem Probetag geworben hat, muss das ab dem ersten Tag einlösen, und wie solche Zusagen in einer Anzeige aussehen, zeigen unsere Beispiele für Stellenanzeigen.
Ein Neuer, der sich in den ersten Wochen allein gelassen fühlt, hört beim nächsten Angebot genau hin. Mitarbeiter abwerben ist grundsätzlich erlaubt, und in der Probezeit genügen für den Wechsel zwei Wochen Kündigungsfrist.
Wie Betriebe gute Leute auch nach der Probezeit halten, steht unter Mitarbeiter halten. Eine gute Einarbeitung gehört zum internen Personalmarketing, also zu allem, was dafür sorgt, dass neue Leute bleiben und selbst Kollegen mitbringen.

Fragen zum Einarbeitungsplan
Was gehört in einen Einarbeitungsplan?
Ein Einarbeitungsplan legt fest, was vor dem ersten Tag bereitliegt, wer der Pate ist, was am ersten Tag, in der ersten Woche und im ersten Monat passiert und wann Gespräche stattfinden, bis zum Ende der Probezeit.
Wie lange dauert die Einarbeitung im Handwerk?
Das hängt vom Beruf und von der Erfahrung ab. Der Plan sollte mindestens bis zum Ende der Probezeit reichen, weil der Neue in dieser Zeit entscheidet, ob er bleibt.
Wie lange darf die Probezeit sein?
Höchstens sechs Monate, § 622 Abs. 3 BGB. In dieser Zeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen, für beide Seiten.
Wer kümmert sich im Handwerk um das Onboarding?
In einem Handwerksbetrieb ohne eigene Personalabteilung übernimmt das ein Pate aus dem Team, ein erfahrener Kollege, der sich für den Neuen Zeit nehmen darf. Der Chef begrüßt am ersten Tag persönlich und führt die Gespräche nach dem ersten Monat und vor dem Ende der Probezeit.
Quellen
Zahlen aus eigenen Kampagnen stehen im Text und sind dort als solche gekennzeichnet. Hier steht, worauf sich alles Übrige stützt.
- [1]§ 622 BGB, Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 2026-09-23Belegt: Probezeit höchstens sechs Monate, Kündigungsfrist darin zwei Wochen, Absatz 3.
Herausgeber: Redline Grow, Stuttgart. Verantwortlich für den Inhalt: Danial Kashanian.
Zuletzt geprüft am . Geprüft heißt: Jede Zahl auf dieser Seite wurde an diesem Tag gegen die Quelle gehalten, die im Quellenkasten steht.
Zu jeder Zahl ist festgehalten, was genau gezählt wird, auf welchen Zeitraum sie sich bezieht und wo sie nachprüfbar steht. Das steht öffentlich auf Zahlen und Quellen.
Der Plan steht, nur der Neue fehlt? Dann los.
Im Erstgespräch klären wir, welche Stelle offen ist und wie wir passende Bewerber für den Betrieb erreichen.
