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    Empfehlungen · aus der Praxis

    Mitarbeiter werben Mitarbeiter erst, wenn jemand im Betrieb danach fragt

    Ein Handwerker glaubt dem Kollegen aus der Berufsschule mehr als jeder Stellenanzeige, und dieser Kollege sitzt in vielen Betrieben längst in der eigenen Mannschaft. Trotzdem bleibt die Empfehlung meistens aus, und die Gründe dafür haben nichts mit fehlender Bereitschaft zu tun.

    Zwei Kollegen in Arbeitskleidung und Schutzhelm stehen Arm in Arm auf einem Rohbau, einer trägt eine Kranfernbedienung vor dem Bauch

    Vertrauen

    Wem ein Handwerker glaubt

    Ein Handwerker glaubt keinem Betrieb, der über sich selbst schreibt. Und schreiben kann ein Betrieb, was er will, und tut es meist auch: gute Atmosphäre, starkes Team, moderner Maschinenpark. Weil ein Bewerber dieselben drei Versprechen an einem Abend auf zehn Karriereseiten liest, ordnet er sie längst als das ein, was sie sind, nämlich als Werbung über den eigenen Betrieb.

    Wenn aber der Kollege, den er seit acht Jahren aus der Berufsschule kennt, ihm beim Fußball oder in der Kneipe erzählt, dass es bei ihm gut läuft, der Chef in Ordnung ist und Arbeit da ist, dann ist das eine ganz andere Aussage. Sie kommt von jemandem, der dieselbe Arbeit macht, dieselben Probleme kennt und nichts davon hat, wenn er übertreibt.

    In fast jedem Betrieb arbeiten damit Leute, die genau die Fachkräfte kennen, an die weder eine Anzeige noch ein Portal herankommt, weil diese Fachkräfte gar nicht suchen. Die Verbindung dorthin ist längst da, und trotzdem entsteht aus ihr selten eine Empfehlung.

    Zwei junge Kfz-Mechaniker in dunklen Arbeitsshirts stehen lachend Arm in Arm in einer Werkstatt vor Hebebühnen

    Von Kollege zu Kollege

    Empfehlung unter Betrieben

    Auch Betriebe glauben eher einer Empfehlung als einer Anzeige. Hartmann Ingenieure hat uns wegen einer Empfehlung aus dem eigenen Umfeld beauftragt, und Linus Bohneberg beschreibt sie im Interview als Empfehlung, die auf Fakten beruht und nicht auf einem Werbeversprechen.

    „Wir haben ein bis zwei Bewerbungen passiv bekommen und sind dann auf einmal zehn Bewerbungen in der Woche normal. Jetzt sind wir innerhalb von drei Monaten auf weit über 100 Bewerbungen.“

    Linus Bohneberg, Prokurist und künftige Geschäftsführung, Hartmann Ingenieure GmbHDas ganze Interview ansehen

    Die Hürden

    Warum Empfehlungen trotzdem brachliegen

    1. Empfehlungen bleiben aus einem banalen Grund aus: Es wurde nie darüber gesprochen. Wer im Betrieb arbeitet, weiß häufig nicht einmal genau, welche Stelle gerade offen ist, und weil ihm nie jemand gesagt hat, dass eine Empfehlung erwünscht wäre, kommt er auch nicht von selbst darauf.

    2. Dazu kommt eine Hemmung, die selten ausgesprochen wird. Wer jemanden empfiehlt, legt sich fest, und passt es am Ende nicht, steht er mit im Raum, gegenüber dem Chef genauso wie gegenüber dem Kollegen, den er hergeholt hat. Solange nicht klar ist, wie mit einer Empfehlung umgegangen wird, lässt man es lieber.

    3. Und schließlich fehlt schlicht der Anlass, denn beim Vereinsabend oder auf dem Fußballplatz denkt niemand von sich aus an die offenen Stellen seines Arbeitgebers. Er denkt genau dann daran, wenn ihn jemand ein paar Tage vorher darauf gebracht hat.

    Fünf Schritte

    Wie Du ein Empfehlungsprogramm aufsetzt

    Ein Empfehlungsprogramm entsteht in fünf Schritten, die aufeinander aufbauen. Mehr Konzept braucht es nicht, und weniger trägt nicht.

    Wer den ersten überspringt, kann sich die übrigen sparen, weil niemand weiterträgt, was er nicht weiß.

    Ein älterer Kollege beugt sich über den Schreibtisch und schaut mit einem jungen Mitarbeiter und einer Kollegin lächelnd auf einen Bildschirm
    1. 1

      Sag, dass Du suchst, und sag es konkret

      Nicht allgemein, dass immer Leute gebraucht werden, sondern welcher Beruf, wie viele und ab wann. Was niemand weiß, kann niemand weitererzählen.

    2. 2

      Staffel die Prämie nach dem Ergebnis

      Ein Teil bei der Einstellung, der Rest nach bestandener Probezeit. Damit hängt sie daran, dass jemand wirklich bleibt, und nicht nur daran, dass jemand einen Namen genannt hat. Ein brauchbarer Anhaltspunkt für die Höhe ist das, was dieselbe Besetzung über Portale, Anzeigen oder einen Vermittler kosten würde.

    3. 3

      Nimm dem Empfehlenden die Verantwortung ab

      Sag vorher, dass eine Empfehlung keine Zusage ist und dass Gespräch und Probetag ganz normal stattfinden. Wer weiß, dass ihm ein Fehlgriff nicht angelastet wird, empfiehlt eher.

    4. 4

      Erinnere daran, wenn es passt

      Vor dem Vereinsabend, vor dem langen Wochenende, vor der Berufsschulwoche des Azubis. Ein Satz reicht.

    5. 5

      Melde Dich schnell bei dem, der empfohlen wurde

      am nächsten Tag

      Wer am Vereinsabend kurz Interesse hat, steckt zwei Wochen später wieder im Alltag seines jetzigen Betriebs und hat die Sache abgehakt. Ein Anruf am nächsten Tag bringt deshalb mehr als eine gut formulierte Mail eine Woche später.

    Ein Empfehlungsprogramm und eine Kampagne laufen gut nebeneinander. Während die eigenen Leute im Bekanntenkreis fragen, sprechen wir Fachkräfte an, die niemand in der Mannschaft kennt, und telefonieren jede Bewerbung vorab durch, bevor sie im Betrieb ankommt.

    Die Prämie

    Wie hoch die Prämie sein sollte

    Die Prämie für Mitarbeiter werben Mitarbeiter bemisst sich am besten an dem, was dieselbe Besetzung auf anderem Weg kosten würde. Eine feste Summe, die für jeden Betrieb passt, gibt es nicht, einen belastbaren Vergleich schon.

    Personalberatungen verlangen nach dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen im Schnitt 27,5 Prozent des Zieleinkommens (2024). Auf einen Kfz-Mechatroniker mit 38.000 bis 48.000 Euro Bruttojahresgehalt in Vollzeit gerechnet, wie ihn Kfz-Betriebe uns in Vorbereitungsgesprächen nennen, sind das 10.450 bis 13.200 Euro für eine einzige Besetzung.

    Eine Prämie, die einen Bruchteil davon kostet, bleibt für den Betrieb der günstigere Weg, und sie wird erst fällig, wenn jemand wirklich anfängt. Wie sie gestaffelt wird, steht in Schritt 2 oben.

    Was eine Personalberatung kosten würde, am Beispiel Kfz-Mechatroniker

    Jahresgehalt Kfz-Mechatroniker
    38.000 bis 48.000 €
    mal Honorar, Durchschnitt 2024
    27,5 %
    je Besetzung, rechnerisch
    10.450 bis 13.200 €
    Honorar: BDU, Facts and Figures zum Personalberatungsmarkt, Ausgabe 2025. Gehalt: Angaben von Kfz-Betrieben in Vorbereitungsgesprächen, brutto, Vollzeit, Stand 14.08.2026.

    Was die Höhe im eigenen Betrieb verschiebt

    • Wie eng der Beruf ist

      Für einen Beruf, auf den sich kaum jemand bewirbt, darf die Prämie höher liegen als für eine Stelle, die sich auch über eine Anzeige füllt. Wie weit die Berufe auseinanderliegen, zeigt die Auswertung Bewerbungen pro Stelle.

    • Was die offene Stelle kostet

      Jeder Tag ohne die Fachkraft kostet Überstunden, verschobene Termine oder abgesagte Aufträge. Wie viel das im eigenen Betrieb ausmacht, rechnet der Vakanzkosten-Rechner aus.

    • Was beim Mitarbeiter ankommt

      Als Geld ausgezahlt läuft die Prämie über die Lohnabrechnung, und vom Betrag auf dem Aushang gehen Steuern und Beiträge ab. Was steuerfrei bleiben kann, steht unter Prämie und Steuer.

    Prämie und Steuer

    Ist die Prämie steuerfrei?

    Eine Prämie für Mitarbeiter werben Mitarbeiter ist als Geldbetrag nicht steuerfrei. Das Einkommensteuerrecht zählt alles zum Arbeitslohn, was einem Arbeitnehmer aus seinem Arbeitsverhältnis zufließt, gleich unter welcher Bezeichnung (§ 19 Abs. 1 EStG, § 2 LStDV), und das Sozialversicherungsrecht zählt es zum Arbeitsentgelt (§ 14 Abs. 1 SGB IV). Eine eigene Steuerbefreiung für Empfehlungsprämien sieht § 3 EStG nicht vor.

    Für die Prämie heißt das: Ein Dankeschön bis zur Freigrenze lässt sich als Sachprämie ohne Abzüge geben, eine Geldprämie und jede Sachprämie darüber laufen über die Lohnabrechnung. Wer auf dem Aushang einen Geldbetrag nennt, sagt am besten dazu, dass er brutto gilt.

    Geldprämie

    lohnsteuer- und beitragspflichtig

    Sie läuft über die Lohnabrechnung wie ein Bonus. Beim Mitarbeiter kommt netto weniger an, und der Betrieb zahlt seinen Anteil zur Sozialversicherung dazu.

    Sachprämie

    bis 50 Euro im Monat frei

    Steuer- und beitragsfrei, solange alle Sachbezüge des Mitarbeiters im selben Kalendermonat zusammen diesen Wert nicht übersteigen (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, § 1 Abs. 1 SvEV). Das ist eine Freigrenze: Liegt der Wert darüber, zählt der ganze Betrag.

    Ein Gutschein fällt nur darunter, wenn er ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigt, die Vorgaben des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes erfüllt und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gewährt wird (§ 8 Abs. 1 Satz 3 EStG).

    Stand der Gesetzestexte: 28.09.2026, die Fundstellen stehen unten unter Quellen. Diese Seite ist keine Steuerberatung; wie die Prämie im eigenen Betrieb abgerechnet wird, klärt die Lohnbuchhaltung oder der Steuerberater.

    Vorlage

    Vorlage für Aushang und Nachricht an die Mannschaft

    Eine Vorlage für Mitarbeiter werben Mitarbeiter nennt Beruf, Anzahl, Starttermin, Prämie und einen Ansprechpartner und nimmt dem Empfehlenden die Verantwortung ab. Beide Texte setzen die fünf Schritte von oben um. Die Angaben in geschweiften Klammern werden ersetzt, der Rest kann so bleiben.

    Aushang für den Betrieb
    Wir suchen {Anzahl} {Beruf} ab {Datum} Wer jemanden kennt, der passt und vielleicht wechseln würde, sagt {Name} Bescheid, persönlich oder unter {Telefon}. Für jede Empfehlung, die bei uns anfängt, gibt es {Prämie}: einen Teil bei der Einstellung, den Rest nach der Probezeit. Eine Empfehlung ist keine Zusage. Gespräch und Probetag laufen ganz normal, und wenn es am Ende nicht passt, fällt das nicht auf den zurück, der empfohlen hat. Wir melden uns am nächsten Tag bei dem, der empfohlen wurde.
    Nachricht an die Mannschaft
    Kurze Frage in die Runde: Wir suchen {Anzahl} {Beruf} ab {Datum}. Wer jemanden kennt, der passt und vielleicht wechseln würde, sagt mir kurz Bescheid oder gibt meine Nummer weiter. Für jede Empfehlung, die bei uns anfängt, gibt es {Prämie}, aufgeteilt auf Einstellung und Probezeit. Eine Empfehlung ist keine Zusage, Gespräch und Probetag laufen wie immer. Danke! {Name}
    Zwei Handwerker stehen mit Kaffeetassen vor einer Werkstatt und unterhalten sich, einer erzählt und gestikuliert
    Hier fallen die Sätze, die keine Anzeige ersetzt. Ein Handwerker glaubt dem Kollegen aus der Berufsschule mehr als jedem Text, den ein Betrieb über sich schreibt.

    Der Ort

    Wo diese Gespräche tatsächlich stattfinden

    Die Gespräche, aus denen Empfehlungen entstehen, finden nicht im Betrieb und nicht auf Karriereplattformen statt. Handwerker treffen ihre Kollegen im Verein, beim Fußball, auf einer Veranstaltung, in der Kneipe. Manche kennen sich seit der Berufsschule und sehen sich seit zehn Jahren regelmäßig.

    Dort fällt der Satz, um den sich keine Kampagne bemühen muss: Bei uns läuft es gerade gut, wir haben Arbeit, der Chef ist in Ordnung. Und dort fällt genauso der umgekehrte Satz, wenn es im Betrieb gerade nicht läuft. Beides passiert ohne Zutun des Betriebs, und beides erreicht genau die Menschen, die fachlich passen und in der Region wohnen.

    Damit dieser Satz überhaupt fällt, muss es etwas zu erzählen geben. Das ist der unbequeme Teil: Ein Empfehlungsprogramm ersetzt keinen Betrieb, in dem die Leute gern arbeiten. Es macht nur sichtbar, was ohnehin da ist. Wo nichts da ist, verstärkt es das genauso zuverlässig.

    Die Grenze

    Wo die Grenze liegt

    Der Kreis, den die eigenen Leute kennen, ist begrenzt, und nach dem, was uns Betriebe berichten, kommen ein paar Empfehlungen zusammen, danach kennt niemand mehr jemanden, der gerade wechseln würde. Für eine einzelne Stelle reicht das oft. Ein Betrieb, der wächst oder mehrere Stellen gleichzeitig besetzen muss, kommt damit nicht weit.

    Dazu kommt der Beruf. Wie viele Menschen für eine Stelle überhaupt erreichbar sind, unterscheidet sich stark: In unserer Auswertung über 181 Kampagnen bringt eine Stelle in der Serviceberatung und Serviceannahme im Median 50 Bewerbungen, eine als Schreiner und Tischler bringt 10. Je enger der Beruf, desto unwahrscheinlicher, dass zufällig jemand im Bekanntenkreis passt. Die Zahlen dazu stehen auf Bewerbungen pro Stelle.

    Beide Wege schließen sich nicht aus, weil sie unterschiedliche Menschen ansprechen. Die Empfehlung erreicht wenige, dafür mit dem Vertrauen eines Kollegen im Rücken. Reichweite bringt den Betrieb zu denen, die niemand in der Mannschaft kennt und die von sich aus nicht suchen. Wie der zweite Weg funktioniert, steht auf Mitarbeiter finden.

    Und beides hat dieselbe Voraussetzung: Es muss etwas zu empfehlen geben. Wer laufend Leute verliert, dessen Mitarbeiter erzählen beim Vereinsabend etwas anderes. Woran sich ein Abgang früh erkennen lässt, steht auf Mitarbeiter halten.

    Mehrere Stellen offen? Dann lohnt der Blick auf Reichweite, bevor der Bekanntenkreis durch ist.

    BekanntenkreisReichweite

    Oft übersehen

    Zwei Gruppen, an die niemand denkt

    Zwei Gruppen werden bei Empfehlungsprogrammen fast immer übersehen, und die erste sind die Azubis.

    Zwei junge Männer in Latzhosen beugen sich lachend über den Motorraum eines Autos mit geöffneter Motorhaube

    Azubis

    Sie sitzen jede Woche in der Berufsschule mit einer ganzen Klasse aus demselben Gewerk und derselben Region, und dort wird über die Betriebe geredet, über Stundenlohn, Chef, Baustellen und darüber, wer welche Arbeit mitmachen muss. Niemand sonst im Unternehmen hat diesen Zugang zum Nachwuchs.

    Die Frage dazu ist einfach und liefert nebenbei eine ehrliche Rückmeldung über den eigenen Betrieb: Was erzählst Du Deinen Freunden über uns? Wer darauf zögert oder ausweicht, hat die Antwort schon gegeben, und sie betrifft mehr als nur die Empfehlung.

    Ehemalige

    Die zweite Gruppe sind ehemalige Mitarbeiter, die im Guten gegangen sind. Wer wegen eines Umzugs oder einer anderen Lebenslage aufgehört hat, denkt selten schlecht über den alten Betrieb und kennt trotzdem noch dieselben Leute.

    Ein Anruf nach zwei Jahren kostet nichts und bringt manchmal genau den Kontakt, den sonst niemand herstellt.

    Beides setzt allerdings voraus, dass die eigenen Leute überhaupt etwas Gutes zu erzählen haben. Woran sich das aufbaut und wie ein Betrieb nach außen sichtbar wird, steht auf Arbeitgebermarke.

    Aus unseren Referenzen

    Wenn im Team niemand mehr jemanden kennt: 4 Betriebe

    Wenn im Team niemand mehr jemanden kennt, bleibt die Stelle offen, bis der Betrieb Fachkräfte außerhalb dieses Kreises erreicht. Diese Betriebe aus unseren Referenzen hatten vorher in der eigenen Mannschaft gefragt. Danach haben wir für sie Fachkräfte angesprochen, die dort niemand kannte.

    • Bau und Handwerk

      Kurt Buck Bau

      Bremervörde

      Vorher

      Parallel wurde im Team herumgefragt, denn so besetzt ein Betrieb auf dem Land seine Stellen häufig, doch diesmal kam nichts zurück.

      Mit uns

      106 Bewerbungen10 Einstellungen

      Zum Fall Kurt Buck Bau
    • Metallbau

      metallbau Heimsch

      Stuttgart-Degerloch

      Vorher

      Nebenbei fragte der Chef in seinem eigenen Umfeld herum, bei Lieferanten und bei den eigenen Leuten, denn im Metallbau kennt jeder jeden. Nur hatte niemand jemanden frei.

      Mit uns

      157 Bewerbungen1 Einstellung

      Zum Fall metallbau Heimsch
    • Tief- und Straßenbau

      WAGNER Tiefbau

      Lebus

      Vorher

      Im eigenen Netzwerk wurde ebenfalls gefragt, doch in Ostbrandenburg kennt jeder dieselben Leute.

      Mit uns

      63 Bewerbungen2 Einstellungen

      Zum Fall WAGNER Tiefbau
    • Caravan und Freizeitfahrzeuge

      Caravan Daalmann

      Wietmarschen-Lohne

      Vorher

      Ausgeschrieben wurde über die üblichen Jobbörsen, dazu wurde im Bekanntenkreis und bei Lieferanten gefragt, denn so besetzt ein Familienbetrieb auf dem Land seine Stellen normalerweise.

      Mit uns

      266 Bewerbungen3 Einstellungen

      Zum Fall Caravan Daalmann
    Empfehlung, Stellenanzeige und Kampagne im Vergleich
    Wen der Weg erreichtLeute, die jemand aus der Mannschaft kenntLeute, die gerade aktiv suchenauch Fachkräfte, die von sich aus nicht suchen
    Wer vorsortiertder Kollege, der ihn kenntder Betrieb selbstwir, telefonisch, bevor die Bewerbung im Betrieb ankommt
    Was es kostetdie Prämie, fällig erst bei Einstellungder Anzeigenpreis, auch wenn niemand passt20 Euro Werbebudget pro Tag plus unsere Vergütung
    Wo er endetwenn der Bekanntenkreis durch istwenn gerade niemand Passendes suchtan der Zahl der Fachkräfte, die es für Beruf und Region gibt

    Fragen

    Fragen zu Empfehlungen

    Wie funktioniert Mitarbeiter werben Mitarbeiter?

    Mitarbeiter werben Mitarbeiter funktioniert so, dass die eigene Belegschaft offene Stellen im Bekanntenkreis weitererzählt und für eine erfolgreiche Empfehlung eine Prämie bekommt. Damit das trägt, muss jeder wissen, welcher Beruf gesucht wird, die Prämie hängt am Verbleib nach der Probezeit, der Empfehlende trägt keine Verantwortung für die Entscheidung, und der Betrieb meldet sich am nächsten Tag bei dem, der empfohlen wurde. Die fünf Schritte stehen weiter oben auf dieser Seite.

    Wie hoch sollte eine Empfehlungsprämie sein?

    Eine Empfehlungsprämie bemisst sich am besten an dem, was dieselbe Besetzung auf anderem Weg kosten würde; eine feste Summe, die für jeden Betrieb passt, gibt es nicht. Personalberatungen verlangen nach dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen im Schnitt 27,5 Prozent des Zieleinkommens (2024). Gezahlt wird die Prämie gestaffelt: ein Teil bei der Einstellung, der Rest nach bestandener Probezeit, damit sie daran hängt, dass jemand bleibt.

    Warum empfehlen Mitarbeiter von sich aus so selten?

    Weil in den meisten Betrieben nie darüber gesprochen wurde und deshalb niemand weiß, dass es erwünscht ist. Wer nicht weiß, dass eine Stelle offen ist oder dass eine Empfehlung willkommen wäre, erwähnt beim Treffen mit Kollegen einfach nichts.

    Was ist, wenn die Empfehlung nicht passt?

    Dann läuft es wie bei jeder anderen Bewerbung: Gespräch, vielleicht Probetag, Entscheidung. Wichtig ist, das vorher zu sagen. Wer den Eindruck erweckt, eine Empfehlung sei eine Zusage, bringt seinen eigenen Mitarbeiter in eine unangenehme Lage.

    Reicht ein Empfehlungsprogramm allein aus?

    Für eine einzelne Stelle manchmal, dauerhaft selten. Der Kreis, den die eigenen Leute kennen, ist begrenzt und irgendwann ausgeschöpft. Danach braucht es Reichweite, um Menschen zu erreichen, die niemand im Betrieb kennt.

    Muss eine Prämie versteuert werden?

    Ja, als Geld ausgezahlt gehört eine Empfehlungsprämie zum Arbeitslohn und ist lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig (§ 19 Abs. 1 EStG, § 2 LStDV, § 14 Abs. 1 SGB IV). Steuer- und beitragsfrei bleiben kann nur eine Sachprämie, wenn alle Sachbezüge des Mitarbeiters im selben Kalendermonat zusammen nicht mehr als 50 Euro wert sind (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Wie das im eigenen Betrieb abgerechnet wird, klärt die Lohnbuchhaltung.

    Gibt es eine Vorlage für Mitarbeiter werben Mitarbeiter?

    Ja, auf dieser Seite stehen zwei Vorlagen zum Kopieren: ein Aushang für den Betrieb und eine kurze Nachricht an die Mannschaft. Beide nennen Beruf, Anzahl, Starttermin, Prämie und einen Ansprechpartner und sagen dazu, dass eine Empfehlung keine Zusage ist.

    Erstgespräch

    Wenn der Bekanntenkreis leer ist

    Wenn der Bekanntenkreis leer ist, hört der Weg auf, der bis dahin der günstigste war. Eine Empfehlung kostet den Betrieb wenig und ist deshalb der Weg, der zuerst drankommt.

    Ist der Bekanntenkreis der Mannschaft durch, geht es darum, Fachkräfte anzusprechen, die von sich aus nicht suchen, und die eingehenden Bewerbungen telefonisch vorzuqualifizieren, bevor sie im Betrieb Zeit kosten. Im Erstgespräch schauen wir uns an, wie groß der erreichbare Kreis für Deinen Beruf und Deine Region ist.

    Zwei Elektriker in roten Fleecejacken knien lächelnd vor einer Schaltanlage mit Klemmen und Leitungen

    Wie das im eigenen Gewerk aussieht

    Wie stark Empfehlungen tragen, unterscheidet sich je Gewerk. Vier Seiten mit den belegten Fällen, den Wechselgründen und den Berufen des jeweiligen Gewerks.

    Quellen und Stand

    Diese Seite beschreibt Erfahrungen aus Gesprächen mit Kundenbetrieben. Zur Wirksamkeit von Empfehlungsprogrammen haben wir keine eigenen Zahlen, und es steht deshalb auch keine auf dieser Seite. Wer hier eine Quote erwartet, findet sie nicht, weil wir sie nicht gemessen haben.

    Die Angaben zu Bewerbungen stammen aus der eigenen Auswertung über 181 Kampagnen in 107 Betrieben, Stand 09.09.2026. Die Angaben zur Steuer geben den Gesetzestext wieder, Stand 28.09.2026; diese Seite ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

    Quellen

    Zahlen aus eigenen Kampagnen stehen im Text und sind dort als solche gekennzeichnet. Hier steht, worauf sich alles Übrige stützt.

    1. [1]Facts and Figures zum Personalberatungsmarkt, Ausgabe 2025 · Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU), geprüft am 17.08.2026Belegt: Das durchschnittliche Honorar von Personalberatungen 2024, Grundlage der Rechnung zur Prämienhöhe.
    2. [2]§ 19 Einkommensteuergesetz · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 28.09.2026Belegt: Bezüge und Vorteile für eine Beschäftigung gehören zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit.
    3. [3]§ 2 Lohnsteuer-Durchführungsverordnung · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 28.09.2026Belegt: Arbeitslohn sind alle Einnahmen aus dem Dienstverhältnis, gleich unter welcher Bezeichnung.
    4. [4]§ 3 Einkommensteuergesetz · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 28.09.2026Belegt: Die Liste der steuerfreien Einnahmen. Eine Empfehlungsprämie steht nicht darin.
    5. [5]§ 8 Einkommensteuergesetz · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 28.09.2026Belegt: Die Freigrenze für Sachbezüge je Kalendermonat (Abs. 2 Satz 11) und die Bedingungen, unter denen Gutscheine als Sachbezug gelten (Abs. 1 Satz 3, Abs. 4).
    6. [6]§ 14 Viertes Buch Sozialgesetzbuch · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 28.09.2026Belegt: Arbeitsentgelt sind alle Einnahmen aus einer Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr.
    7. [7]§ 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 28.09.2026Belegt: Zusätzlich gewährte Einnahmen sind kein Arbeitsentgelt, soweit sie lohnsteuerfrei sind.
    8. [8]Amtliches Lohnsteuer-Handbuch 2026, H 19.3 · Bundesministerium der Finanzen, geprüft am 28.09.2026Belegt: Der allgemeine Arbeitslohnbegriff der Finanzverwaltung. Eine Sonderregel für Empfehlungsprämien steht darin nicht.

    Herausgeber: Redline Grow, Stuttgart. Verantwortlich für den Inhalt: Danial Kashanian.

    Zuletzt geprüft am . Geprüft heißt: Jede Zahl auf dieser Seite wurde an diesem Tag gegen die Quelle gehalten, die im Quellenkasten steht.

    Zu jeder Zahl ist festgehalten, was genau gezählt wird, auf welchen Zeitraum sie sich bezieht und wo sie nachprüfbar steht. Das steht öffentlich auf Zahlen und Quellen.