Einordnung
Social Recruiting Agentur im Handwerk: warum das allein nicht reicht
Wir sind keine Social-Recruiting-Agentur. Anzeigen in sozialen Netzwerken sind bei uns ein Baustein von mehreren, und für sich genommen der am schnellsten eingerichtete. Diese Seite erklärt, was der Begriff bedeutet, was in 181 eigenen Kampagnen dabei herausgekommen ist und ab welcher Stelle er nichts mehr entscheidet.
- Betriebe betreut seit 2019
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Kurz gesagt
Social Recruiting bringt Aufmerksamkeit, aber ob am Ende jemand anfängt, entscheidet sich danach: am Bewerbungsweg, an der Rückmeldung und an dem, was ein Bewerber über den Betrieb findet, wenn er nachschaut. Eine Agentur, die nur Anzeigen schaltet, liefert Klicks und überlässt dem Betrieb genau den Teil, an dem die Besetzung hängt.
Was Social Recruiting bedeutet
Social Recruiting bedeutet, eine offene Stelle dort zu zeigen, wo die Leute ohnehin sind, statt darauf zu warten, dass jemand auf einem Portal nach ihr sucht. Technisch ist das eine Anzeige in einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder Instagram, der eigentliche Unterschied zur Stellenanzeige liegt aber in der Zielgruppe.
Auf einer Jobbörse sind Menschen, die gerade suchen. In den sozialen Netzwerken sind auch die, die zufrieden im Job sitzen und trotzdem wechseln würden, wenn das Richtige käme. In Berufen, in denen fast jeder in Arbeit steht, entscheidet genau das über die Zahl der Bewerbungen: Ein Betrieb, der nur dort sucht, wo Suchende sind, erreicht einen kleinen Ausschnitt der Leute, die für die Stelle infrage kommen.
Wie groß die Gruppe ist, die nicht sucht, zeigt der Gallup Engagement Index Deutschland 2025: 12 Prozent der befragten Beschäftigten suchen aktiv nach einer neuen Stelle, weitere 25 Prozent sind offen für Neues. Auf einer Jobbörse trifft eine Anzeige vor allem die erste Gruppe. In Handwerksberufen kommt die Knappheit dazu, denn für 128.891 der 236.818 Stellen, die 2022 ausgeschrieben waren, gab es nach dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung bundesweit rechnerisch keine passend qualifizierten Arbeitslosen.
Social Media Recruiting und Social Hiring meinen dasselbe wie Social Recruiting, die Begriffe werden gleichbedeutend verwendet. Genutzt werden dafür vor allem Facebook und Instagram, dazu TikTok, und für Büro- und Führungsstellen die Berufsnetzwerke LinkedIn und Xing.
Auf welchen Plattformen Social Recruiting im Handwerk funktioniert
Social Recruiting im Handwerk funktioniert auf den Plattformen, die gewerbliche Fachkräfte ohnehin jeden Tag öffnen, und das sind in Deutschland vor allem Instagram und Facebook. Nach der ARD/ZDF-Medienstudie 2025 erreicht Instagram 40 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens einmal pro Woche, Facebook 31 Prozent und TikTok 20 Prozent, und insgesamt nutzen 63 Prozent soziale Medien regelmäßig.
Unsere Kampagnen laufen über Meta, also auf Facebook und Instagram zugleich, weil beide über denselben Werbeanzeigenmanager ausgespielt werden. Stellenanzeigen laufen dort in einer eigenen Kategorie für Jobangebote, und eingegrenzt wird vor allem über den Ort. LinkedIn und Xing sind Berufsnetzwerke, in denen Menschen mit ihrem Lebenslauf auftreten, und passen deshalb eher zu kaufmännischen Stellen und Führungspositionen als zum Monteur, der abends durch Instagram scrollt. TikTok erreicht nach derselben Studie ein Fünftel der Bevölkerung, verlangt aber eigene Videoformate, und ob sich dieser Aufwand für eine einzelne Stelle lohnt, hängt am Beruf und am Alter der Leute, die gesucht werden.
Social Recruiting, Active Sourcing, E-Recruiting und Employer Branding im Vergleich
Social Recruiting, Active Sourcing, E-Recruiting und Employer Branding werden oft in einen Topf geworfen, liefern aber verschiedene Dinge. E-Recruiting ist der Oberbegriff für alles Digitale, Social Recruiting ein Teil davon, und Active Sourcing wird oft dazugezählt, obwohl dort keine Anzeige läuft, sondern jemand einzelne Menschen direkt anschreibt.
| Begriff | Was es ist | Wen es erreicht | Was am Ende steht |
|---|---|---|---|
| Social Recruiting | Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken, meist bezahlt und nach Ort und Beruf ausgespielt | auch Leute, die gerade nicht suchen | Bewerbungen auf die eigene Stelle |
| Active Sourcing | Direktansprache einzelner Personen über ihr Profil, etwa auf LinkedIn oder Xing | Menschen, die dort ein Profil mit ihrer Erfahrung pflegen | einzelne Gespräche, mit Aufwand je Kontakt |
| E-Recruiting | Oberbegriff für die digitale Personalgewinnung, von der Jobbörse bis zum Bewerbermanagement | je nach Kanal | einen digitalen Bewerbungsprozess |
| Employer Branding | das Bild als Arbeitgeber, über Karriereseite, Beiträge und Aufnahmen aus dem Betrieb | alle, die sich über den Betrieb informieren | Vertrauen, für sich allein aber keine Bewerbung |
| Jobbörse | Stellenanzeige auf einem Portal | nur, wer gerade aktiv sucht | Bewerbungen von Suchenden |
Bei uns ist Social Recruiting die bezahlte Anzeige mit eigener Bewerbungsstrecke und telefonischer Vorqualifizierung. Wo dafür Aufnahmen im Betrieb entstehen, zahlen sie zugleich auf die Arbeitgebermarke ein, und wie die gezielt aufgebaut wird, steht auf Arbeitgebermarke.

Was dabei herauskommt, und warum eine Quote nichts sagt
Was bei Social Recruiting herauskommt, zeigt unsere Auswertung von 181 eigenen Kampagnen in 107 Betrieben, zusammen 6.348 qualifizierte Bewerbungen über 29 Berufe. Der wichtigste Befund daraus ist die Spreizung und nicht die Gesamtzahl: Zwischen dem Beruf mit den meisten und dem mit den wenigsten Bewerbungen je Kampagne liegt ein Faktor von rund 5.
Für einen einzelnen Betrieb ist eine allgemeine Erfolgsquote für Social Recruiting im Handwerk deshalb wertlos, weil sie den Bürojob und den Engpassberuf zusammenmittelt. Wie viele Bewerbungen für Deine Stelle realistisch sind, hängt am Beruf, an der Region und am Umkreis. Welche Zahlen wir je Beruf gemessen haben und was dabei nicht normiert war, steht offen in unserer Auswertung über 181 Kampagnen.
Hinter den Zahlen stehen Betriebe mit Namen. Die Bilder zeigen sechs unserer 13 belegten Fälle, und auf jeder Fallseite stehen Beruf und Bewerbungszahl.






Wo der Kanal allein aufhört
Der Kanal allein hört bei der Aufmerksamkeit auf: Die Anzeige sorgt dafür, dass die Stelle gesehen wird, aber nicht dafür, dass am Ende jemand anfängt. Dazwischen liegen drei Schritte, die in den Erklärartikeln zum Thema meist fehlen, weil sie mit dem Kanal selbst nichts zu tun haben.
- 1
Die Anzeige erreicht auch die, die nicht suchen
KanalDie Anzeige wird nach Ort und Fahrzeit ausgespielt statt nach Luftlinie, und den Beruf spricht der Anzeigentext an. Das ist der Teil, den die meisten mit Social Recruiting meinen, und zugleich der, der am schnellsten eingerichtet ist.
- 2
Die Bewerbung muss in zwei Minuten gehen
WegDer Bewerbungsweg muss vom Handy aus gehen, denn wer abends auf der Couch sitzt, hat keinen Lebenslauf dabei. Verlangt der Weg Unterlagen, bricht ein Teil genau dort ab, und für diesen Teil ist das Werbebudget der Anzeige ausgegeben, ohne dass eine Bewerbung ankommt.
- 3
Vorqualifizieren, bevor der Betrieb Zeit investiert
PrüfungWir rufen eingehende Bewerbungen zeitnah persönlich an und qualifizieren sie nach den vereinbarten Kriterien vor. Im Gespräch klärt sich, was kein Formular hergibt: ob die Erfahrung passt, wie weit die Anfahrt ist und wie ernst es jemandem mit dem Wechsel ist.
- 4
Was ein Bewerber findet, wenn er nachschaut
BelegEin Teil der Interessenten sucht den Betrieb nach der Anzeige im Netz. Wer dort nichts findet oder etwas anderes als in der Anzeige, springt ab, und deshalb gehört eine Karriereseite dazu, auf der dasselbe steht.
Warum wir uns davon abgrenzen
Wir grenzen uns von reinen Social-Recruiting-Anbietern ab, weil der Kanal nur der erste von vier Schritten ist. Er ist nötig, aber er ist der einzige, den eine Agentur ohne Zutun des Betriebs liefern kann, und deshalb der, den viele allein verkaufen. Betriebe, die vorher schon eine Agentur hatten, kennen das Ergebnis: Reichweite im Bericht, Klicks im Werbekonto und im Postfach Bewerbungen, mit denen niemand gesprochen hat.
Die drei Schritte hinter dem Kanal sind die Arbeit, an der die Besetzung hängt, und sie laufen nicht nebenbei mit, wenn die Anzeige einmal geschaltet ist. Deshalb steht auf unserer Startseite, dass wir über klassisches Social Recruiting hinausgehen, und deshalb bieten wir es nicht als eigenes Paket an. Wer nur eine Anzeigenschaltung sucht, ist bei einer Social-Recruiting-Agentur günstiger bedient als bei uns.
Ein Durchgang an einer offenen Stelle
Ein Durchgang an einer offenen Stelle beginnt mit der Frage, wen der Betrieb wirklich braucht, und erst danach mit der Anzeige. Ein Anlagenmechaniker, der allein zum Kunden fährt, und einer, der im Team mitläuft, sind zwei verschiedene Stellen mit denselben drei Wörtern in der Überschrift. Wer das vorher nicht trennt, bekommt Bewerbungen auf die falsche davon.
- Du legst fest, wen der Betrieb braucht. Rolle, Verantwortung, Erfahrung, Führerschein und Bereitschaft zur Montage: Das dauert ein Gespräch und entscheidet über alles, was danach kommt.
- Wir suchen die Argumente, die für diese Stelle zählen. Gemeint sind nicht die, die auf jeder Anzeige stehen: Was ein Monteur an einem Betrieb schätzt, steht selten in der Stellenbeschreibung und meistens in dem, was die Leute erzählen, die schon dort arbeiten.
- Wir bereiten die Ansprache vor und spielen sie aus. Bildmaterial, Text und Bewerbungsweg entstehen zusammen, damit die Anzeige und alles, was danach kommt, dasselbe sagen. Ausgespielt wird nach Fahrzeit statt nach Postleitzahl.
- Wir telefonieren mit den Bewerbern, bevor Du sie siehst. Im Gespräch klärt sich, ob die vereinbarten Anforderungen tatsächlich passen. Wer nicht passt, erfährt das von uns, und der Betrieb sieht ihn gar nicht erst.
- Du entscheidest, wen Du kennenlernen willst. Du bekommst die vorqualifizierten Bewerber zusammen mit dem, was im Telefonat herausgekommen ist. Das Vorstellungsgespräch führt der Betrieb, nicht wir.
Dazwischen erfährst Du, was läuft, ohne nachfragen zu müssen. Wie das in einem realen Fall aussah, steht bei Gaugele aus der Kälte- und Klimatechnik. Ein Durchgang beschreibt den Weg und kein Ergebnis, denn wie viele Bewerbungen eine Stelle bringt, hängt am Beruf, und die Spanne zwischen den Gewerken ist groß. Die Zahlen dazu stehen auf Bewerbungen pro Stelle.
Wie lange Social Recruiting bis zur Besetzung dauert
Social Recruiting braucht vor der ersten Bewerbung einen kurzen Vorlauf, weil Anzeige, Bewerbungsweg und Bildmaterial stehen müssen, bevor die Kampagne startet. Der übliche Gang bei uns sieht so aus, wobei jedes Projekt davon abweichen kann und keine der Zeitangaben eine Zusage ist.
- Erstgespräch und Onboarding. Festgehalten wird, wen der Betrieb sucht, was die Stelle bietet und was ein Bewerber mitbringen muss. In der ersten Woche folgt ein Vertiefungsgespräch.
- Bildmaterial. Für den Start arbeiten wir je nach Projekt mit einem KI-Shooting auf Grundlage von Referenzbildern oder mit vorhandenem Material aus dem Betrieb. Wo ein Media Day vereinbart ist, entstehen zusätzlich Fotos und Videos vor Ort.
- Bewerbungsseite und Anzeigen. Parallel entstehen die Bewerbungsseite ohne Lebenslauf, die Fragen zur Vorqualifizierung und die Anzeigentexte.
- Kick-off und Start. Du siehst alles vorher, Änderungen fließen ein, und nach Deiner Freigabe startet die Kampagne.
- Lernphase und erste Bewerbungen. In den ersten ungefähr 7 bis 14 Tagen lernt die Ausspielung, wer reagiert. Erste qualifizierte Bewerber kommen je nach Beruf und Region häufig innerhalb von zwei bis 14 Tagen, und eingehende Bewerbungen werden zeitnah persönlich kontaktiert und vorqualifiziert.
- Zwischenstand nach ungefähr 30 Tagen. Gemeinsam schauen wir auf Bewerbungen, deren Qualität und das, was nachgeschärft wird. Bis eine Stelle besetzt ist, vergehen im Durchschnitt rund sechs Wochen.
Woher die Bilder kommen
Die Bilder für die Anzeigen müssen zum Betrieb passen, und das ist kein Schönheitsthema: Ein Handwerker erkennt ein gekauftes Foto von einer fremden Baustelle sofort, und dann steht die ganze Anzeige in Frage. Je nach Projekt entstehen die Aufnahmen als echte Foto- und Videoaufnahmen aus dem Betrieb, aus vorhandenem Kundenmaterial oder als realistisches KI-Shooting auf Grundlage geeigneter Referenzbilder.
Aufnahmen aus dem Betrieb zeigen die Arbeit so, wie ein Bewerber sie später erlebt. Die sechs Bilder stammen aus Betrieben, für die wir gearbeitet haben, und jedes führt zum jeweiligen Fall.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen
Die Kosten für Social Recruiting bestehen aus zwei Posten, die in Angeboten oft zu einer Zahl verschmolzen werden: dem Werbebudget, das an die Plattformen fließt, und der Vergütung für die Arbeit daran. Wer beides getrennt sieht, kann Angebote überhaupt erst vergleichen.
- Das Werbebudget geht an Meta, nicht an uns. Es läuft über ein Werbekonto und ist der Posten, der mit Laufzeit und Umkreis steigt. Wer bezahlt und über welches Konto abgerechnet wird, gehört in das Angebot und nicht in eine Fußnote.
- Die Vergütung deckt die Arbeit ab, nicht die Reichweite. Dazu gehören die Festlegung der gesuchten Qualifikation, das Bildmaterial, die Bewerbungsstrecke und die telefonische Vorqualifizierung, bevor jemand beim Betrieb landet.
- Die Garantie ist eine eigene Vereinbarung. Was zugesagt wird, unter welchen Bedingungen und was bei Nichterfüllung gilt, steht je Projekt im Angebot. Die allgemeinen Bedingungen stehen auf unserer Garantieseite.
- Eine zweite Stelle ist nicht automatisch mit abgedeckt. Ein Angebot gilt für die vereinbarte Suche. Was bei weiterem Bedarf gilt, wird neu vereinbart, und diese Frage lohnt sich vor der Unterschrift.
Eine qualifizierte Bewerbung kostet über unsere Kampagnen zwischen 16 und 44 Euro Werbebudget, unsere Vergütung nicht eingerechnet. Der Abstand zwischen den beiden Enden ist fast das Dreifache, und er entsteht am Beruf, am erreichbaren Umkreis und an der Laufzeit. Deshalb steht hier eine Spanne und kein Durchschnitt: Ein Mittelwert daraus träfe auf keine einzige Stelle zu.
Woher diese Spanne kommt, und woher nicht: Sie stammt aus einer Durchsicht unserer Kampagnen von Hand, Kampagne für Kampagne. Aus der Erhebung über 181 Kampagnen lässt sie sich nicht berechnen, weil dort Laufzeit und Werbebudget je Kampagne nicht erfasst sind. Beide Zahlen beziehen sich aber auf dieselbe Menge qualifizierter Bewerbungen; eine zweite, größere Menge darunter gibt es nicht. Die Herkunft steht auf Zahlen und Quellen.
Bis eine Stelle besetzt ist, vergehen im Durchschnitt rund sechs Wochen. Das ist ein Durchschnitt und keine Zusage: Beruf, Region und Anforderungen verschieben ihn in beide Richtungen, und was für Deine Stelle gilt, steht im Angebot. Wer schneller jemanden braucht, ist bei Zeitarbeit besser aufgehoben, und was die kostet, steht auf Zeitarbeit im Handwerk.
Welche Kennzahlen im Social Recruiting zählen
Die Kennzahl, die im Social Recruiting zählt, ist die qualifizierte Bewerbung und nicht die Reichweite. Reichweite, Klicks und Kosten je Klick sagen, wie viele Leute die Anzeige gesehen haben, aber nichts darüber, ob einer davon zur Stelle passt.
- Qualifizierte Bewerbungen je Stelle. Gezählt wird, wer die mit dem Betrieb vereinbarten Kriterien im Telefonat erfüllt. Zwischen den Berufen unserer Auswertung liegt dabei ein Faktor von rund 5, deshalb gehört die Zahl immer neben den Beruf.
- Werbebudget je qualifizierter Bewerbung. Über unsere Kampagnen lag es zwischen 16 und 44 Euro, unsere Vergütung nicht eingerechnet.
- Zeit bis zur Besetzung. Im Durchschnitt rund sechs Wochen von der Freigabe der Kampagne bis zum unterschriebenen Vertrag, als Erfahrungswert und nicht als Frist.
- Wer anfängt. Eine Besetzung zählt erst, wenn jemand den ersten Arbeitstag antritt. Ein Bericht, der dort aufhört, wo die Klicks enden, beantwortet die Frage des Betriebs nicht.
Datenschutz im Social Recruiting
Datenschutz im Social Recruiting betrifft vor allem die Bewerberdaten, denn wer über eine Anzeige eine Bewerbung abschickt, gibt Name, Telefonnummer und Angaben zur eigenen Erfahrung weiter. Für den Betrieb folgen daraus vier Punkte, die vor dem Start geklärt sind.
- Informieren beim Erheben. Nach Artikel 13 der DSGVO erfährt ein Bewerber schon beim Absenden, wer seine Daten verarbeitet, wofür und wie lange. Das gehört auf die Bewerbungsseite.
- Ein Vertrag mit dem Dienstleister. Nimmt eine Agentur die Bewerbungen an und telefoniert mit den Bewerbern, verarbeitet sie Daten im Auftrag des Betriebs, und dafür braucht es nach Artikel 28 der DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- Löschen nach dem Verfahren. Bewerberdaten bleiben nicht unbegrenzt liegen. Eine feste Frist nennt die DSGVO nicht, einen Anhaltspunkt gibt aber § 15 Absatz 4 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes: Ein abgelehnter Bewerber muss Ansprüche wegen Benachteiligung innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Absage schriftlich geltend machen. Wer jemanden für eine spätere Stelle im Blick behalten will, fragt dafür nach einer Einwilligung, deren Bedingungen Artikel 7 der DSGVO festlegt.
- Kein Ausschluss über die Zielgruppe. Eine Stellenausschreibung darf nach § 11 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes niemanden wegen Alter, Geschlecht oder Herkunft ausschließen, und das gilt auch für die Einstellungen, nach denen eine Anzeige ausgespielt wird. Meta setzt das bei Stellenanzeigen mit Zielgruppe in Deutschland selbst durch: Alter, Geschlecht und Postleitzahl sind dort als Zielgruppe nicht wählbar.
Diese Punkte sind eine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.
Für wen sich das lohnt
Social Recruiting lohnt sich nach unserer Erfahrung vor allem für Betriebe, die auf den Portalen schon gesucht haben und zu wenige oder unpassende Bewerbungen bekommen. Wer noch nie eine Anzeige geschaltet hat, sollte zuerst das Naheliegende prüfen: eine Stellenanzeige, die den Beruf trifft, und eine Karriereseite, auf der etwas steht. Beides kostet weniger und wirkt bei manchen Stellen schon.
Liegt das Problem nicht am Kanal, sondern daran, dass Leute wieder gehen, ist eine Kampagne der falsche Hebel. Dann geht es um das Halten der Leute, denn jede neue Besetzung läuft sonst in dieselbe Lücke.
Was dazwischen liegt, also das Verfahren von der ersten Anzeige bis zum unterschriebenen Vertrag, steht auf Mitarbeiter finden. Wie das Material entsteht, das solche Anzeigen trägt, etwa an einem Drehtag im Betrieb, steht unter Recruiting-Video. Wer mehrere Anbieter vergleicht und wissen will, woran eine passende Agentur zu erkennen ist, findet die Kriterien auf Recruiting-Agentur fürs Handwerk.
Fragen zum Social Recruiting
Was ist Social Recruiting?
Social Recruiting ist Mitarbeitersuche über soziale Netzwerke statt über Stellenportale: Die Anzeige wird den Leuten dort gezeigt, wo sie ohnehin sind, statt darauf zu warten, dass jemand nach ihr sucht. Der Unterschied zur Jobbörse liegt weniger in der Technik als in der Zielgruppe. Auf einer Jobbörse sind Menschen, die aktiv suchen, in den sozialen Netzwerken auch die, die zufrieden im Job sitzen und trotzdem wechseln würden, wenn das Richtige käme.
Funktioniert Social Recruiting im Handwerk?
Social Recruiting funktioniert im Handwerk, in unseren ausgewerteten Kampagnen allerdings je nach Beruf sehr unterschiedlich. Über 181 Kampagnen in 107 Betrieben sind 6.348 qualifizierte Bewerbungen zusammengekommen, und zwischen dem Beruf mit den meisten und dem mit den wenigsten Bewerbungen je Kampagne liegt ein Faktor von rund 5. Eine allgemeine Erfolgsquote für das Handwerk mittelt genau den Unterschied weg, auf den es bei der eigenen Stelle ankommt.
Was kostet Social Recruiting?
Social Recruiting kostet zwei Posten, die oft vermischt werden: das Werbebudget, das an die Plattformen fließt, und die Vergütung für die Arbeit daran. Beim Werbebudget lag eine qualifizierte Bewerbung über unsere Kampagnen zwischen 16 und 44 Euro, unsere Vergütung nicht eingerechnet. Was im einzelnen Fall anfällt, hängt am Beruf, am Umkreis und an der Laufzeit und steht deshalb im Angebot, weil keine einzelne Zahl für jede Stelle gilt.
Reicht es, eine Anzeige auf Instagram zu schalten?
Eine Anzeige auf Instagram reicht nach unserer Erfahrung nicht, weil sie Aufmerksamkeit bringt, aber nicht darüber entscheidet, ob am Ende jemand anfängt. Dazwischen liegen der Bewerbungsweg, die Rückmeldung und das, was ein Bewerber über den Betrieb findet, wenn er nachschaut. Fehlt einer dieser Schritte, kommen Klicks statt Bewerbungen.
Was unterscheidet Euch von einer Social-Recruiting-Agentur?
Wir sind keine Social-Recruiting-Agentur, weil Social Recruiting bei uns der Kanal ist und nicht das Verfahren, und als eigenes Paket bieten wir es deshalb nicht an. Zum Verfahren gehören für uns die Bewerbungsstrecke ohne Lebenslauf, die telefonische Vorqualifizierung, bevor jemand beim Betrieb landet, und eine Karriereseite, auf der ein Bewerber nachlesen kann, was in der Anzeige stand. Wer nur eine Anzeigenschaltung sucht, ist bei einer Social-Recruiting-Agentur günstiger bedient.
Wie schnell kommen Bewerbungen über Social Recruiting?
Die ersten qualifizierten Bewerber kommen bei uns je nach Beruf und Region häufig innerhalb von zwei bis 14 Tagen, und bis eine Stelle besetzt ist, vergehen im Durchschnitt rund sechs Wochen. Vor dem Start stehen Onboarding, Bildmaterial und Bewerbungsseite. Beides sind Erfahrungswerte und keine Zusage für eine einzelne Stelle.
Ist für Social Recruiting ein Termin vor Ort nötig?
Ein Termin vor Ort ist nicht für jede Kampagne nötig. Für den Start genügen je nach Projekt ein KI-Shooting auf Grundlage von Referenzbildern oder vorhandene Bilder aus dem Betrieb. Echte Foto- und Videoaufnahmen bei einem Media Day werden zusätzlich vereinbart, wo sie zur Stelle passen.
Was gehört zur Vergütung und was zum Werbebudget?
Zur Vergütung gehören die Festlegung der gesuchten Qualifikation, das Bildmaterial, die Bewerbungsstrecke und die telefonische Vorqualifizierung, bevor jemand beim Betrieb landet. Das Werbebudget fließt über ein Werbekonto an Meta und steigt mit Laufzeit und Umkreis. Was bei einer zweiten Stelle gilt und welche Garantie vereinbart ist, steht im Angebot.
Was ist der Unterschied zwischen Social Recruiting und Active Sourcing?
Social Recruiting spielt eine Anzeige an viele Menschen in einer Region aus, Active Sourcing schreibt einzelne Personen direkt über ihr Profil an, meist auf LinkedIn oder Xing. Active Sourcing setzt deshalb voraus, dass die gesuchten Leute dort ein Profil mit ihrer Erfahrung pflegen, und davon hängt ab, ob es für eine Stelle taugt. Beides gehört zum E-Recruiting, dem Oberbegriff für die digitale Personalgewinnung.
Ist Social Recruiting mit der DSGVO vereinbar?
Social Recruiting ist mit der DSGVO vereinbar, wenn Bewerber schon beim Absenden erfahren, wer ihre Daten wofür verarbeitet, wenn mit dem Dienstleister ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht und wenn die Daten nach dem Verfahren gelöscht werden. Wer Bewerber für spätere Stellen aufbewahren will, fragt dafür nach einer Einwilligung.
Wie hoch sind die Kosten für Recruiting?
Bei Recruiting über Anzeigenkampagnen bestehen die Kosten aus zwei Posten, die in Angeboten oft zu einer Zahl verschmolzen werden: dem Werbebudget, das an die Plattformen fließt, und der Vergütung für die Arbeit daran. Erst wenn beide getrennt ausgewiesen sind, lassen sich zwei Angebote wirklich vergleichen.
Welche Beispiele gibt es für Social-Media-Recruiting?
Beispiele für Social-Media-Recruiting stehen bei unseren Referenzen, jeder Fall mit Firmennamen, Beruf, Zeitraum und der Zahl der qualifizierten Bewerbungen, samt der Angabe, was jeweils nicht erhoben wurde.
Wie viel kostet es, Stellenanzeigen auf Instagram zu veröffentlichen?
Eine Stellenanzeige auf Instagram hat keinen Festpreis, bezahlt wird ein Werbebudget für die Ausspielung, das mit Laufzeit und Umkreis steigt. Über unsere Kampagnen bei Meta, also auf Facebook und Instagram, lag dieses Werbebudget zwischen 16 und 44 Euro je qualifizierter Bewerbung, und wo eine Stelle in dieser Spanne landet, hängt am Beruf und an der Region.
Quellen
Die Quellen für alles, was nicht aus unseren eigenen Kampagnen stammt, stehen hier. Eigene Zahlen stehen direkt im Text und sind dort als solche gekennzeichnet.
- [1]Social Recruiting · WikipediaBelegt: Die begriffliche Einordnung und die Abgrenzung zur klassischen Stellenanzeige.
- [2]Pressemitteilung zur ARD/ZDF-Medienstudie 2025 · ARD/ZDF-Forschungskommission, veröffentlicht am 30.09.2025Belegt: Die Wochenreichweiten von Instagram, Facebook und TikTok und der Anteil der Bevölkerung ab 14 Jahren, der soziale Medien regelmäßig nutzt. Befragt wurden 2.512 Personen zwischen dem 28. Januar und dem 18. April 2025.
- [3]Datenschutz-Grundverordnung, Artikel 7, 13 und 28 · Amtsblatt der Europäischen Union, EUR-LexBelegt: Die Bedingungen einer Einwilligung, die Informationspflicht beim Erheben von Daten und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- [4]Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, § 15 Absatz 4 · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deBelegt: Dass Ansprüche wegen Benachteiligung innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Absage schriftlich geltend gemacht werden müssen.
- [5]Bericht zum Gallup Engagement Index Deutschland 2025 · GallupBelegt: Dass 12 Prozent der Beschäftigten aktiv eine neue Stelle suchen und weitere 25 Prozent offen für Neues sind. Befragt wurden 1.700 Arbeitnehmende zwischen dem 17. November und dem 20. Dezember 2025.
- [6]Fachkräftemangel und Ausbildung im Handwerk, KOFA Kompakt 5/2023 · Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen WirtschaftBelegt: Dass es 2022 für 128.891 der 236.818 ausgeschriebenen Stellen in Handwerksberufen bundesweit rechnerisch keine passend qualifizierten Arbeitslosen gab.
- [7]Werbung für Jobangebote · Meta, Hilfebereich für UnternehmenBelegt: Dass Stellenanzeigen mit Zielgruppe in Deutschland in einer speziellen Anzeigenkategorie laufen müssen.
- [8]So wählst du eine spezielle Anzeigenkategorie aus · Meta, Hilfebereich für UnternehmenBelegt: Dass in dieser Kategorie Alter, Geschlecht, Postleitzahl, Ausschlüsse und bestimmte Interessen als Zielgruppe nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind.
- [9]Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, § 11 · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deBelegt: Dass eine Stellenausschreibung niemanden wegen eines geschützten Merkmals ausschließen darf.
Schon eine Kampagne gelaufen, ohne Ergebnis?
Wenn eine Kampagne ohne Ergebnis gelaufen ist, liegt es nach unserer Erfahrung selten am Kanal. Im Erstgespräch schauen wir uns an, welcher der vier Schritte gefehlt hat, dazu Beruf, Standort und Umkreis, und am Ende weißt Du, mit wie vielen Bewerbungen für Deine Stelle zu rechnen ist. Passt es nicht, sagen wir Dir das im Gespräch.
Kostenloses ErstgesprächDrei belegte Fälle dazu
Drei belegte Fälle zeigen Betriebe, in denen der Kanal getragen hat, mit Firmennamen und Zahlen auf den Fallseiten.
Caravan und Freizeitfahrzeuge
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Herausgeber: Redline Grow, Stuttgart. Verantwortlich für den Inhalt: Danial Kashanian.
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